InterData News

Ab Juli 2015: D2D nur noch über KV-SafeNet

Um über die Telematik-Plattform D2D weiterhin Dokumente sicher versenden zu können, müssen sich niedergelassene Ärzte möglichst bald an das KV-SafeNet anbinden. Denn die KV Nordrhein bietet den ISDN-Zugang auf ihrem D2D-Server nur noch bis zum 30. Juni 2015 an. Die Standard-Technologie zur Nutzung von D2D ist inzwischen KV-SafeNet. Für Ärzte, die mit der DGN GUSbox am D2D-Verfahren teilnehmen, ist die Umstellung von ISDN auf KV-SafeNet ohne technischen Aufwand möglich. Da die DGN GUSbox ein zertifizierter KV-SafeNet-Zugangsrouter ist, kann diese Option bei bestehenden Geräten auf Wunsch einfach freigeschaltet werden.

Der ISDN-Zugang auf dem D2D-Server ist in Sachen Datenschutz und Datensicherheit nicht mehr akzeptabel, heißt es bei der KV Nordrhein, wo die meisten D2D-Nutzer zu finden sind. Zudem hätten viele Anwender, die für den D2D-Zugang noch die ISDN-Direkteinwahl nutzen, nach der Umstellung ihres Praxisverwaltungssystems von Windows XP auf Windows 7 über Probleme berichtet. Ein weiterer Grund für die Migration zu KV-SafeNet sei die Abschaltung von ISDN durch die Telekom und andere Telefonanbieter, die ihre Kunden nach und nach auf Internet-Telefonie umstellen (s. dazu auch den Artikel „Arztpraxis: Probleme beim Wechsel auf VoIP-Telefonanschluss“).

KV-SafeNet: Investition in die Zukunft

Für KV-SafeNet als D2D-Zugangstechnologie spricht, dass dies der sichere Kommunikationsweg der KBV ist, der zugleich Zugang zum sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen bietet. Darin sind dem KBV-Vorstandsvorsitzenden Dr. Andreas Gassen zufolge mittlerweile über 56.000 Ärzte und Psychotherapeuten vernetzt. Alleine im letzten Quartal sei die Zahl der KV-SafeNet-Nutzer um etwa 3.000 gestiegen. Das sichere Netz biete eine Fülle von Anwendungen, darunter zum Beispiel den elektronischen Arztbrief. Durch die im eHealth-Gesetz vorgesehene Einbindung des Netzes in die Telematikinfrastruktur könnten diese weiterhin genutzt werden.

Migration von D2D nach KV-Connect

Der Wechsel von ISDN auf KV-SafeNet ist auch deshalb eine Investition in die Zukunft, weil das seit 2001 existierende, inzwischen veraltete D2D-Verfahren ohnehin bald durch den neuen Kommunikationsstandard KV-Connect ersetzt werden soll. Dieser setzt ebenfalls einen KV-SafeNet-Zugang voraus. Bis Februar 2016 sollen die in den vergangenen 15 Jahren erfolgreich etablierten D2D-Anwendungen, etwa DALE-UV oder eDMP, sowie die bundesweit insgesamt ca. 13.000 D2D-Anwender auf das moderne KV-Connect migriert werden. Da alle von der KBV zugelassenen Praxisverwaltungssysteme ohnehin KV-Connect für die obligatorische 1-Click-Abrechnung integriert haben, sollte die Umstellung für die mehr als 100 am Markt agierenden Softwarehersteller kein Problem darstellen.

Datenübermittlung schneller und sicherer

Die KVNO argumentiert, dass KV-SafeNet bei vorhandenem DSL-Zugang nur wenig mehr kostet als ein ISDN-Anschluss – zumal ja auch bei der ISDN-Einwahl zusätzliche Datenübermittlungskosten vom Telefonanbieter in Rechnung gestellt würden. Die Datenübermittlung sei mit KV-SafeNet jedoch deutlich schneller und außerdem noch sicherer.

KV-SafeNet mit der DGN GUSbox

Unter den derzeit mehr als 7.000 DGN GUSbox-Anwendern gibt es immer noch einige Praxen, die per ISDN-Einwahl am D2D-Verfahren teilnehmen. Da alle Router der GUSbox-Gerätefamilie zertifizierte KV-SafeNet-Zugangsgeräte sind, ist der Wechsel von ISDN zu KV-SafeNet problemlos und ohne technischen Aufwand möglich. Die KV-SafeNet-Option kann für monatlich 14,90 Euro einfach auf der DGN GUSbox freigeschaltet werden. Empfehlenswert ist dabei ein Internet-Anschluss (WAN), zum Beispiel über DSL. Der WAN-Anschluss ist bereits auf der GUSbox vorhanden und lässt sich auf Wunsch aktivieren. Um jetzt schon stressfrei umstellen zu können, ist der KV-SafeNet-Zugang für GUSbox-Bestandskunden, die bislang per ISDN am D2D-Verfahren teilnehmen, bis zum 30. Juni 2015 kostenfrei.

Quellen & weitere Informationen

Autor: Katja Chalupka / Datum: 18.02.2015